Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Kloster Ostrog - Žabljak

Gestern Abend waren wir im 4* Hotel Sokolino essen. C. hatte als Vorspeisen gemischte Oliven und danach Spaghetti Bolognese und ich ein Cordon-Bleu. Trotz des Nobelhotels waren die Preise absolut ok. Mit 3 Mini-Fläschchen Wein (0,175l) und 2x Espresso und Grappa lagen wir noch unter 50 Euro.
Heute Morgen war der Himmel, wie vorhergesagt, wolkenlos. Nach dem Frühstück sind wir die paar Meter bis zum Parkplatz des Kloster Ostrogs gefahren. Hierbei kommt man an dieser schönen Dorfkirche vorbei.
Der Hauptparkplatz des Klosters liegt einige Höhenmeter unterhalb der Anlage. Ganz oben dürfen nur Schwerbehinderte und Schwangere parken.
Vom Parkplatz aus ist es ein ordentlicher Anstieg hoch zum Kloster. Man kann wahlweise Treppen nehmen oder einfach die Serpentinenstraße weiter laufen, was C. bevorzugt hat. Treppen mag sie nicht.
Wir waren schließlich kurz nach 9 Uhr da oben und das Kloster war noch komplett im Schatten, weil die Sonne erst langsam über den Berg kam.

Die Anlage sieht schon toll aus, aber in der Hauptreisezeit möchte ich da nicht sein. So früh am Morgen war so gut wie nichts los und wir hätten sicher mit dem Auto auch nach oben fahren können, da dort noch viele Parkplätze leer waren, aber so sind wir halt zu unserem Frühsport gekommen. Im Inneren der Kirche darf man übrigens nicht fotografieren, so dass ihr hier keine Bilder bekommt. 
Kurz nach 10 Uhr ging es dann auf der Panoramastraße 1 weiter. Es blieb den ganzen Tag wolkenlos und wir haben so viele Bilder gemacht, die ich eigentlich alle einstellen müsste, weil es ein Traumtag war. Ich habe jetzt einfach mal ein Sammelsurium zusammengestellt, um euch eine Vorstellung zu vermitteln.
Zunächst führte die Route nach Nikšić, der zweitgrößten Stadt in Montenegro. Da gab es nicht wirklich was zu sehen sondern wir schauten, dass wir da schnell durch waren,
Dann ging es in Richtung Plužine, eine wirklich schöne Strecke mit einigen Tunnels....
....und seltsamen Gänsen mit Kopfhaube und Kehlsack.
Hier hat man mal eine Vorstellung vom Straßenverlauf. Wirklich gut zu fahren und ganz wenig Verkehr, so dass man auch nur selten ausweichen musste.
C. war ganz begeistert von der Färbung des Herbstlaubs und hat alleine davon gefühlte 1000 Bilder gemacht.

Wenn man durch die Wälder durch ist, kommt man auf die Hochebene und hat hier einen freien 360 Grad Rundumblick. Wir hatten hier oben auf ca. 1800 Metern Höhe ca. 11 Grad aber mit der Sonne war das sehr angenehm.



Das sind die Schilder der Panoramastraße, denen wir den ganzen Tag gefolgt sind. 

Wir kamen dann an den Piva-Stausee, der im Moment recht leer aussieht und sicher noch ein paar Liter vertragen könnte.



Nach der Brücke, die man auf dem Bild oben sieht, teilt sich die Panoramastraße. Wenn man die 1 weiterfährt, fährt man immer am Stausee entlang in Richtung Scepan-Polje. 
Bei diesem wolkenlosen Himmel wollten wir aber unbedingt heute das Durmitor-Gebirge durchfahren, da man hier selten so schönes Wetter hat. Deshalb sind wir direkt hinter der Brücke auf die Panoramaroute 1G abgebogen und das war richtig spektakulär.
Die Straße geht direkt nach dem Abzweig steil nach oben durch viele gehauene Tunnels. Das ist schon abenteuerlich und eigentlich müsste man ein Video mitlaufen lassen.


Hier sieht man die Brücke, nach der wir abgebogen sind, von oben und dann geht es gleich weiter....
...ins nächste Tunnel....
...und ins nächste.

Schließlich kommt man in das Durmitor-Gebirge und das ist bei dem Wetter einfach faszinierend. Man bewegt sich meistens so knapp unter 2000 Metern und nach jeder Kuppe kommt eine neue Bergwelt hervor. Ich weiß nicht, wie oft wir angehalten haben, um Fotos zu machen, aber es war wirklich oft.


Es ist so eine richtige Winnetou-Landschaft und man wundert sich nicht, warum hier in der Gegend so viele Filme gedreht wurden.



Winnetou hat sogar noch einige Pferdchen dagelassen. 


Man kann da nicht wirklich viel dazu schreiben, man muss es einfach sehen.

Die Panoramastraße 1 führte dann weiter in Richtung Žabljak und das war für unsere Verhältnisse schon eine Mammut-Tour für einen Tag. Aber wie gesagt, wir wollten den herrlichen Tag für die Gebirgstour unbedingt nutzen.
Ab und zu haben wir da oben auch noch Schneereste entdeckt, bzw. vielleicht sind es schon Neuschneereste von der letzten Woche.



Es war schließlich schon fast 16 Uhr, als wir in Žabljak ankamen. Hier gibt es 3 Camps, wovon 2 eine so üble Bewertung haben, dass nur das 3. Camp als Alternative blieb. Als wir hier eingebogen sind, stand die Biene da, der gelbe Oman, den wir schon 2x getroffen haben. 

Wir saßen dann zusammen noch ca. 1 Stunde bei herrlichem Sonnenschein draußen. Wie die Sonne hinter dem Berg verschwunden ist, wurde es aber sofort richtig kalt und jetzt sitzen wir drinnen und haben die Heizung an. Es ist halt fast November und wir sind im Gebirge auf fast 1500 Meter, da kann man keine Sommerabende mehr erwarten.

Für Morgen ist schon einiges an Wolken angesagt und für übermorgen Regen. Wir schauen morgen einfach mal an den Himmel und entscheiden dann, wie wir weiterfahren.

Zum Camp hier:

Man braucht es eigentlich nicht. Auf der heutigen Strecke hätte man an richtig vielen Stellen einfach stehen bleiben und übernachten können. sie verlangen hier 13 Euro ohne Strom und 15 Euro mit Strom.

Wir haben das Camp nur angefahren, um heißes Wasser und eine Dusche zu haben aber das war nichts. Im Waschhaus gibt es nur kaltes Wasser, auch in den Duschen, aber die Besitzer haben angeboten, dass man bei ihnen im Haus duschen kann. Der Mehrwert besteht somit aus dem Schnaps und dem Kaffee, den wir beim Anmelden bekommen haben und einem Stromanschluss, den wir eigentlich nicht brauchen aber heute nutzen, weil wie dann den Heizlüfter anstelle der Dieselheizung nehmen können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen